Ortsentwicklungskonzept
Gemeinde Struvenhütten

Schlüsselprojekt Wohnbauentwicklung Stufenweise Aktivierung und Realisierung der Wohnbauflächenpotenziale

Nachfolgend werden die zentrale Inhalte und Ziele des Schlüsselprojektes „Stufenweise Aktivierung und Realisierung der Wohnbauflächenpotenziale, um die Attraktivität der Gemeinde nachhaltig zu gewährleisten“ dargestellt.

Lesen Sie sich daher zunächst die Projektbeschreibung und die Projektziele durch, um wichtige Hintergrundinformationen zu dem Schlüsselprojekt zu erhalten. Hierzu klicken Sie einfach auf den Balken "Projektbeschreibung" und schon öffnen sich die Informationen. Bei Bedarf können Sie durch einen weiteren Klick auf den Balken "Projektbeschreibung", die Informationen wieder einklappen. Verfahren Sie bei Bedarf auch so mit den Projektzielen und weiteren Materialien.

Nachdem Sie die Hintergrundinformationen durchgelesen haben, sollten Sie sich zunächst in Ruhe die dargestellte Karte anschauen und sich Gedanken zu den Flächenpotenzialen machen. Im Anschluss können Sie sich dann dem Fragekatalog widmen und die vordefinierten Fragen beantworten. 

Über das Kontaktformular haben Sie auch immer die Möglichkeit uns per E-Mail oder Telefon zu erreichen. Klicken Sie hierfür einfach auf das Wort Kontakt.

Mit dem Schlüsselprojekt „Stufenweise Aktivierung und Realisierung der Wohnbauflächenpotenziale, um die Attraktivität der Gemeinde nachhaltig zu gewährleisten“ will die Gemeinde eine Trendwende herbeiführen, indem sie sich sowohl einen Entwicklungskorridor für eine proaktive Baulandpolitik als auch eine klare strategische Ausrichtung der Aktivierung der vorhandenen Wohnbauflächenpotenziale setzt. Das übergeordnete Ziel der proaktiven Baulandpolitik ist die Auslastung der sozialen Infrastrukturen deutlich zu erhöhen, indem junge Familien und Paare in der Familiengründungsphase in die Gemeinde gelockt werden sollen. Dieses Ziel ist nicht aus der Luft gegriffen. Es beruht u.a. auf den attraktiven und zahlreichen Flächenentwicklungspotenzialen in der Gemeinde, der hohen Attraktivität als Wohn- und Lebensort sowie der anzunehmenden positiven Auswirkungen des avisierten Ausbaus der A20 auf die Strahlkraft und Bedeutung der Gemeinde im Amts- und Kreisgebiet.  

Unter Berücksichtigung der Ziele einer flächenschonenden Gemeindeentwicklung und dem bundesweiten Ziel bis zum Jahr 2030 weniger als 30 ha pro Tag zu verbrauchen, soll die Ausweisung der neuen Wohnbauflächen zudem dazu beitragen den Ortskern sinnvoll zu arrondieren und zu stärken. Die Realisierung von Mehrfamilienhäusern (Gebäude mit drei oder mehr Wohnungen) sollte hierbei verstärkt mitgedacht werden, da gemäß des Landesentwicklungsplan nur zwei Drittel der realisierten Wohnungen auf den wohnbaulichen Entwicklungsrahmen berechnet werden würden. Gleichzeitig stellen Mehrfamilienhäuser eine flächenschonendere Bebauung dar und können je nach Zuschnitt und Größe der Wohnungen einen Beitrag leisten, ein altengerechtes und barrierefreies Sockelangebot in der Gemeinde zu gewährleisten.  

Aufgrund der Historie und der gewachsenen Nachbarschaftsstrukturen des Ortsteils Bredenbekshorst ist der Erhalt des Siedlungskörpers ein weiterer wichtiger Aspekt der Baulandpolitik der Gemeinde. Auch die Belange der Außenbereiche sollen in der zukünftigen Baulandpolitik berücksichtigt werden, um auch hier einzelfallbezogen Lösungen für bauliche Anfragen zu finden.

Wichtige Informationen:

Landesentwicklungsplan (LEP): Der LEP ist ein Fachplan der Raumordnung für das Land Schleswig-Holstein, um die unterschiedlichen Funktionen und Nutzungsmöglichkeiten des Raums aufeinander abzustimmen. Hierzu zählen neben der Wohn- und Gewerbeflächenentwicklung u. a. auch der Schutz der Landschaftsräume, das Thema Energieversorgung oder die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen. Der LEP setzt Leitlinien und Leitvorgaben, die zur Ordnung der Räume und der Gewährleistung von Funktionen und Nutzungen beitragen sollen.

Die Gemeinde Struvenhütten ist als sogenannter Ordnungsraum eingeordnet, sodass die unterschiedlichen Flächennutzungansprüche der Gemeinde sorgfällig aufeinander abgestimmt werden müssen. Sprich die Siedlungsentwicklung der Gemeinde ist an einige Vorgaben gekoppelt, die es zu berücksichtigen gilt. Die Gemeinde Struvenhütten ist als Ordnungsraum kein Schwerpunkt für den Wohnungsbau und unterliegt dem wohnbaulichen Entwicklungsrahmen. Somit darf die Gemeinde bis zum Jahr 2030 neue Wohnungen im Umfang von 15 % ihres derzeitigen Wohnungesbestandes genehmigen und bauen. Die Anzahl an Wohnungen, die in einem Mehrfamiliehaus realisiert werden, werden jedoch nur zu zwei Drittel angerechnet. 

Unter Abwägung der strategischen Ausrichtung des Schlüsselprojektes, der Entwicklungspotenziale im Gemeindegebiet sowie dem wohnbaulichen Orientierungsrahmen des Landesentwicklungsplan wurden weitere Leitlinien erarbeitet und festgehalten, die als Grundlage für die proaktive Baulandpolitik in der Gemeinde dienen sollen.Um einen langfristigen Planungsprozess sowie einen größeren Entwicklungsspielraum zu ermöglichen, legt der Struvenhüttener Weg, im Gegensatz zum LEP, einen Zeithorizont bis zum Jahr 2035 (anstatt 2030) an.. Die dargestellten Kennzahlen und Werte sind als Näherungswerte zu verstehen und dienen als Argumentationsgrundlage gegenüber den übergeordneten Planungsebenen (Kreis- und Landesplanung). 

Leitlinien der zukünftigen Baulandpolitik - der "Struvenhüttener Weg"

  • Die Gemeinde aktiviert, steuert und realisiert proaktiv in Zusammenarbeit mit den Eigentümern die vorhandenen Innenentwicklungs- und Flächenpotenziale in und um den Ortskern.
  • Prioritär werden zunächst in enger Abstimmung mit den Eigentümern die Innenentwicklungspotenziale (Baulücken und Brachen) aktiviert und als ortsangemessen Wohnprojekte realisiert.
  • Zudem werden Lösungen gesucht, um den Belangen des Ortsteils Bredenbekshorst und der Hofanlagen im Außenbereich gerecht zu werden.
  • Nach der Prüfung und Abschätzung der Lösung der Gemengelagen der weiteren Flächenpotenziale werden die Entwicklungspotenziale planungsrechtlich und baulich, unter Berücksichtigung des wohnbaulichen Orientierungsrahmens und den Zielen einer flächenschonenden Gemeindeentwicklung, erschlossen.
  • Die Aktivierung und Realisierung der größeren Flächenpotenziale erfolgen in Baustufen, um quantitative Spitzen für die sozialen Infrastrukturen zu vermindern.

Wenn Sie sich im Vorfeld noch intensiver mit dem Schlüsselprojekt auseinandersetzen wollen, können Sie sich bei Bedarf die Analyse und Prognosen zur Bevölkerung und dem Wohungsmarkt sowie den Steckbrief des Schlüsselprojektes gerne herunterladen. Klicken Sie hierzu einfach auf die nachfolgenden Begriffe und schön werden die Materialien heruntergeladen. 

Bevölkerungsentwicklung

Wohnungsmarkt und Wohnbedarfe

Steckbrief Schlüsselprojekt


Fragenkatalog

Fragenkatalog zum Schlüsselprojekt

Nachfolgend finden Sie zunächst eine Kartenübersicht über die identifizierten Wohnbauflächenpotenziale der Gemeinde sowie weitere Informationen zum "Struvenhüttener Weg". 
Im Anschluss können Sie mit dem Fragekatalog beginnen, in dem Sie die jeweils für Sie passende Antwort anklicken. Gehen Sie zunächst alle Fragen durch. Wenn Mehrfachnennung bei den Antworten möglich sind, können Sie auch mehrere Antworten auswählen. Ein entsprechender Hinweis ist hinterlegt.
Wenn Sie fertig sind, klicken Sie am Ende des Fragekataloges einfach auf den Balken "Absenden" und wir erhalten Ihren ausgefüllten Fragebogen. 

Flächenpotenziale_klein

Welche großflächigen Potenziale sollten prioritär entwickelt werden?

Neben der Realisierung von Baulücken im Ortskern ist auch die Entwicklung weiterer Wohngebiete ein Instrument, um als Wohn- und Lebensort für unterschiedliche Altersgruppen attraktiv zu bleiben. Es geht nicht darum, alle Potenziale zu entwickeln, sondern gezielt neuen Wohnraum zu schaffen.

Flächenübersicht Homepage

Leitlinien der Wohnbaupolitik

Nachfolgend wurden zwei Leitlinien formuliert, die maßgeblich dazu beitragen sollen, die Attraktivität der Gemeinde als Wohnort zu stärken. Bitte bewerten Sie die Leitlinien, indem Sie für sich persönlich einschätzen, ob Sie der Leitlinie zustimmen oder nicht. 

Die Bevölkerung in Struvenhütten soll ortsangemessen wachsen, indem zielgruppenspezifische Wohnangebote im Bestand und neue Wohngebiete rund um den Ortskern realisiert werden.

Ein Wachstum und eine Verjüngung der Bevölkerung sind notwendig, um die vorhandenen Bildungs- und Betreuungsangebote nachhaltig zu gewährleisten. Auch die Vereine sind von neuen Mitgliedern abhängig, die sich auch in jüngeren Jahren ehrenamtlich engagieren. Gleichzeitig soll durch die Schaffung altengerechter Wohnungen der Bestandswechsel erleichtert werden.

In der Gemeinde werden innovative und flächensparende Wohnformen (u. a. Mehrfamilienhäuser, altengerechte Wohnungen, Reihenhäuser) stärker gefördert.

Die Flächeninanspruchnahme durch weitere Siedlungsentwicklungen ist ein viel diskutiertes Thema in Deutschland. Einerseits liegt es daran, dass das Gut Boden endlich ist und die Flächenversiegelung als ein zentraler Verstärker der zunehmenden Extremwetterereignisse (bspw. Starkregen, Überschwemmung, etc.) gilt. Andererseits verändern sich gerade die Lebens- und Arbeitsmodelle, sodass generationsübergreifende Wohnformen und vielfältige Serviceangebote (u. a. Pflegedienste, Bring- und Holservices etc.) verstärkt an Bedeutung gewinnen.

Zum Abschluss: Ich kann mir vorstellen, im Alter in eine kleinere altengerechte Wohnung zu ziehen.

Eckdaten einer altengerechten Wohnung: 50 bis 65 m², Balkon, barrierefrei, im Ortskern

Das wäre mir noch wichtig zu sagen!

Ich habe noch weitere Anregungen und Meinungen zu dem Thema

Ist das Thema Wohnbauentwicklung aus Ihrer Perspektive als Schlüsselprojekt von Bedeutung für die zukünftige Gemeindentwicklung?

Wenn Sie nein angeklickt haben, erläutern Sie bitte kurz Ihre Antwort...


Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!